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Informationen zum Thema interaktive Panoramafotografie und Virtual Reality.

… doesn’t matter ;-)

Welche Vorteile bietet eigentlich ein virtueller 360°-Rundgang, aufgenommen mit einer digitalen Kamera und im Webbrowser mit krpano* dargestellt, im Vergleich zu einem 3D-gescannten Rundgang mit der matterport-Technologie?

Es wird bei den krpano-Touren sehr viel Wert auf die Benutzerfreundlichkeit gelegt: Ein interaktiver Grundriss mit Markierungen und richtungsweisendem Radar ermöglicht z.B. eine benutzerfreundliche Orientierung in den virtuellen Räumen.

Die virtuellen Touren von matterport unterliegen einem herstellerseitig vorgegebenen grafischen Standard. Die virtuellen Touren mit krpano können komplett individuell angepasst werden: Ihr eigenes CI findet sich hier problemlos wieder: Farben, Logos und Typografie können komplett in Ihrem CD dargestellt werden. 

Matterport-Panoramen können nicht als Foto – z.B. mit Photoshop – editiert werden. Retusche ist aber gerade bei Kugelpanoramen wichtig, da hier die Informationsfülle riesig sein kann und man hin und wieder unschöne Dinge übersieht, was nacher im Postprocessing entfernt werrden muss. Ausserdem bringt die intensive RAW-Bearbeitung der Einzelfotos in voller Farbtiefe und Auflösung einen enormen Qualitätsschub für das Panoramabild.

Ein wichtiger Punkt ist auch die Datenhoheit. Während bei matterport die Bilddaten auf einem US-amerikanischen Server liegen, also bei matterport, können die krpano-Touren auf Ihrem eigenen Firmen-Webserver mit Ihren eigenen Sicherheitsstandards liegen. Damit haben Sie die volle Datenkontrolle und je nach Vertrag alle Nutzungsrechte der virtuelle Tour.

Hier noch wichtige Hinweise zur Bildqualität: der krpano-Rundgang hat standardmäßig mit meinem derzeitigen Kamera-Setup mehr als 200 Megapixel Auflösung (ca. 22k), bei matterport hingegen werden nur circa 134 Megapixel an Bilddaten generiert. Diese sind nur online verfügbar. Allerdings kann auch ein 360° Snapshot mit acht Megapixel heruntergeladen werden. Die Betonung liegt hier selbstredend auf „Schnappschuss“.

Wenn Sie einen interessanten Boden- oder Deckenbereich haben und diesen auch in einem Kugelpanorama dargestellt haben möchten, ist matterport ungünstig, da der Blick nach unten durch das Scangerät blockiert und der Bildwinkel nach oben beschränkt ist. Hier wird dann einfach das Bild unscharf gemacht wird. Schön ist anders. Die virtuellen Touren mit krpano haben, je nach Kundenwunsch, den komplett freien Blick nach unten auf den Boden und nach oben an die Decke. Das macht zum Beispiel in Kirchen Sinn, wenn Sie ein schönes Mosaik auf dem Boden erblicken. Auch die Darstellung der 360°-Szene in einer VR-Brille fühlt sich mit dem nahtlos eigefügten Boden- und Deckenbild besser an.

Wenn sie Luftbild-Panoramen in Ihre Tour integrieren möchten, dann ist krpano der richtige Player und die Software Ihrer Wahl. matterport ist vor allem für die Darstellung von Innenräumen im Immobilienbereich konzipiert worden, und erlaubt keine Luftbild-Aufnahme. 

matterport gibt die Abstände der einzelnen Panoramastandorte vor und diese sind relativ kurz. Das hat zur Folge, dass leider auch uninteressantere 360°-Standorte fotografiert werden müssen, damit genug 3D-Daten erzeugt werden können. Der virtuelle Rundgang mit krpano beschränkt sich auf die wirklich wichtigen 360°-Standpunkte in einem Raum oder auch im Freien. Zeigen Sie Ihre Räume stets von der besten Seite, bzw. vom besten 360°-Standpunkt!

Der 360°-Rundgang auf krpano-Basis ist vielfältig erweiterbar, je nach Ihren individuellen Bedürfnissen, die sich im Laufe der Zeit auch mal ändern können. 

Die Integration weiterer Medien in eine virtuelle Tour mit krpano ist wesentlich besser implementiert als bei matterport. So lassen sich zum Beispiel Bildergalerien in das interaktive Panorama integrieren, Webseiten oder auch PDF-Dateien einbetten. Ebenso kann ein Video, das nicht bei YouTube hochgeladen sein muss, gezeigt werden. Auch die wichtige Unterstützung mit Audioinhalten, zum Beispiel die Verwendung eines Sprechers, ist bei krpano gut integriert. matterport muss hier leider passen. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die matterport-Technologie für den Immobilienmakler konzipiert ist und kein echtes Multimedia-Tool darstellt.

Sie können bei den virtuellen Touren mit krpano die Panoramen als TIF-Dateien auch für den Druck verwenden. Das kann für Ihre Kataloge oder Flyer interessant sein. matterport bietet hier eine nur geringe Auflösung an. Auch das Extrahieren von normalen Fotos aus dem fotografierten Kugelpanorama ist ein nützliches Feature und bietet Ihnen einen Mehrwert.

Die Programmierung von krpano kann Ihnen als Kunden mit offenem Quellcode angeboten werden, damit zum Beispiel die IT-Abteilung eventuelle Updates inhaltlicher Art später noch selbst implementieren kann. Das gilt auch für die offene Javascript-Schnittstelle von krpano. Matterport hingegen ist ein geschlossenes, serverbasiertes Programmiersystem, auf dass Sie als Endkunde keinen Zugriff haben.

* oder auch Pano2VR

Virtual Reality im Marketing

Welche Gründe gibt es, Virtual-Reality-Anwendungen im Marketing einzusetzen? Eine Marketingstudie von YuMe/Nielsen von 2016 hat bestätigt: VR-Erlebnisse erzeugen 27% mehr emotionales Engagement der Nutzer im Vergleich zur TV-Werbung. VR-User sind zudem 34% länger emotional eingebunden. Das ist ein deutliches Indiz für den erfolgreichen Einsatz von immersiven Bildmedien und insbesondere der VR-Panoramafotografie.
Virtual Reality wird mittlerweile als ein außergewöhnliches Medienerlebnis wahrgenommen. Es kann z.B. im Einzelhandel dazu beitragen, mehr Seitenaufrufe zu erzeugen, das Einkaufserlebnis zu verbessern oder emotionale Präferenzen am Point-of-Sale aufzubauen.

VR Menü in der Oculus Go VR Brille

WARUM VR IM MARKETING? 

Gefühle

VR ist allen anderen Medien überlegen, wenn es darum geht, eine emotionale Regung zu erzeugen. VR ist also ein sehr mächtiges Marketinginstrument, wenn Sie eine emotionale Präferenz für Ihre Marke aufbauen oder Sie sich durch ein Storytelling von Ihren Konkurrenten abheben wollen.

Aussergewöhnliche Erfahrung

Wenn Sie Ihrer Zielgruppe etwas sagen, werden sie zuhören. Wenn Sie es ihnen zeigen, werden sie zusehen. Aber wenn Sie sie Ihr Publikum einbeziehen, werden sie sich erinnern. VR wird als ein außergewöhnliches Erlebnis (Experience) wahrgenommen. Es kann Ihnen helfen, das Kundenerlebnis zu verbessern. Ihre Kunden werden Ihre Geschäfte, Messestände oder Ausstellungsräume immer auch gerne real besuchen, wenn Sie bereits virtuell eine nachhaltig gute Erfahrung gemacht haben.

Empfänglichkeit von Botschaften

Wenn Ihre Zielgruppe Ihre Dienstleistung in einer VR-Umgebung präsentiert bekommt, wird Ihr Produkt die ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen. Die User sind vom Lärm der Umgebung abgeschirmt und werden sehr aufmerksam und empfänglich für Ihre Botschaften. Studien zeigen, dass sich Menschen, im Vergleich zu Anwendungen auf Desktops, Smartphones oder Tablets, Informationen besser merken können, wenn sie ihnen in VR präsentiert werden. Wenn Sie also Ihrem Kundenkreis komplexe Produktinformationen oder Schlüsselbotschaften vermitteln möchten kann VR sehr effektiv sein.

Mehrkanalige Verbreitung

Immersive Ansichten haben die größte Wirkung auf Ihr Publikum, aber VR-Inhalte funktionieren auch sehr gut in Kombination mit unterstützenden Aktivitäten und Kanälen. Soziale Medienkanäle wie Facebook oder Google bieten direkte Unterstützung für 360°-Fotos. Virtuelle Touren können einfach in Websites und Landing Pages eingebettet werden. Durch das Interesse der Presse am Thema “VR” kann die Reichweite Ihrer Kampagne zusätzlich erhöht werden.

Was ist zu beachten?

Im Folgenden finden Sie zusammengefasst einige der häufigsten Fallstricke und deren Lösungen:

Vertrieb und Cost-per-View
Ihre VR-Inhalte sollten auf Ihre Marke abgestimmt sein und die immersive Präsenz des Mediums nutzen. Aber selbst der beste Inhalt hat erst dann eine Wirkung, wenn er sein Publikum auch erreicht. Viele Early-Adopters haben es versäumt, ihren Inhalt und die Wahl der Hardware vertriebsmässig zu optimieren. Als Folge haben sie nur eine begrenzte Reichweite und einen hohen Cost-per-View erlitten. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Vertriebsstrategie von Anfang an immer in die Konzeptentwicklung einplanen.

Inhalte dem Anlass entsprechend
Wenn Sie hohe Besucherzahlen in gut besuchten Umgebungen erwarten, sollten Sie Ihre VR-Anwendung kurz, intuitiv und für ein breites Publikum zuschneiden. Wenn Sie andererseits einen hohen Umsatz pro Kunde, personelle Unterstützung vor Ort und ausreichend Platz zur Verfügung haben, können Sie Ihr Publikum mit erweiterten interaktiven Erlebnissen beeindrucken.

Reichweite mit 3 DOF und 6 DOF
In der VR-Welt unterscheidet man zwischen 3 und 6 Freiheitsgraden (Depth Of Freedom: DOF). 3 DOF bezieht sich auf die Fähigkeit der User, den Kopf zu drehen, zu nicken und zu neigen, um einen virtuellen Raum zu erkunden, während 6 DOF diese Freiheitsgrade noch erweitert, nämlich sich in einem virtuellen Raum zu bewegen und in vorher definierten Grenzen tatsächlich zu gehen.
6-DOF-VR-Erfahrungen führen zu einem höheren Grad an empfundener Immersion, und die Möglichkeit, sich in einem virtuellen Raum zu bewegen, ist sehr eindrucksvoll. Der Nachteil dabei: Sowohl die Hardware als auch die Produktion des Inhalts ist viel teurer als bei 3 DOF. Außerdem benötigt man pro Gerät für die Positionsverfolgung eine Grundfläche von etwa 3×3 Metern. Zusätzlich benötigen Sie Personal für den technischen Support und die Einweisung der Benutzer, was die Kosten deutlich erhöht. Auf der anderen Seite benötigen 3 DOF-Inhalte nur etwa einen Quadratmeter pro Gerät.
Während also 6-DOF-Anwendungen zweifellos die nachhaltigsten VR-Erlebnisse bieten, werden 3-DOF-VR-Anwendungen bei gleicher Investition deutlich höhere Betrachtungszahlen liefern.

The sky is not the limit – Bild von Pexels auf Pixabay

Von der Idee zur Ausführung

Wenn Marketingspeziaisten zum ersten Mal VR erleben, werden sie schnell das Potenzial erkennen und ihre kreativen Ideen sprudeln lassen. Aber in dem Moment, in dem Sie Ihre Idee zu einem ausführbaren Projekt bringen wollen, benötigen Sie den Zugang zu speziellen Branchenkenntnissen und Kompetenzen aus dem VR-Bereich, um sicherzustellen, dass Sie die richtigen taktischen Entscheidungen treffen. Beachten Sie daher bitte die folgenden sechs Schritte von den ersten Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung Ihrer VR-Marketingaktivität:

Ziele definieren
Definieren Sie die Rolle von VR in Ihrer Marketing- und Medienstrategie und was Sie mit der VR-Experience erreichen wollen.
Kompetenzen aufbauen
Stellen Sie sicher, dass Sie Zugang zur Branchenexpertise und technische Kompetenzen haben, damit Sie die richtigen taktischen Entscheidungen treffen können.
Konzeptentwicklung
Entwickeln Sie Ihr kreatives VR-Konzept, indem Sie Inhalt, Verbreitung und Plattformen in einem integrierten Ansatz betrachten.
Pilotprojekt
Starten Sie ein Pilotprojekt, um eine genauere Abschätzung der Potenziale und Kosten zu erhalten und die notwendigen Änderungen an Ihrem Konzept zu ermitteln.
Produktion
Entwicklung der endgültigen VR-Experience, der begleitenden Medien und Inhalte für unterstützende Aktivitäten.
Ausführen und Auswerten
Bringen Sie Ihre VR-Erfahrung ein und unterstützen Sie die Kampagnenaktivitäten. Behalten Sie den Überblick über View-Counts und Cost-per-View.

Virtual Reality-Anwendung für einen Wartungsprozess

Virtuelle Touren mit VR-Brillen, die z.B. mit einem Smartphone bestückt werden (Cardboard), eignen sich hervorragend für sicherheitsrelevante Schulungen oder informative Belehrungen im industriellen Umfeld im Rahmen einer E-Learning-Anwendung. Die spielerische Herausforderung und die fotografierte Rundumdarstellung in der VR-Anwendung lassen die NutzerInnen die virtuell erprobten Prozesse besser merken und dann später in der Realität sicher umsetzen. Der Lerneffekt wird so durch die realitätsnahe Simulation (im fotografischen Realbild) maximiert.

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VR-Panoramafotografie – Die Anfänge

Es war Mitte der Neunzigerjahre im letzten Jahrhundert. Da fing alles an und ich hatte viele Fragen. Die Fotografie wurde plötzlich interaktiv und das Panorama erlebte mit Einführung der »QuickTime VR«-Technologie eine Renaissance auf dem Computerbildschirm. Ich stand nur mit offenem Mund und großen Augen da und wollte wissen, wie das geht. Mein Weg zur Erkenntnis war lang – heute weiss ich, dass ich richtig lag und Virtual Reality uns noch lange beschäftigen wird. Weiterlesen

Grundlegende Möglichkeiten der Interaktion

Was macht denn eigentlich ein am Rechner präsentiertes Panoramafoto »interaktiv«? Die Antwort auf diese Frage möchte ich im Folgenden erläutern. Letztendlich geht es dem Fotografen mit seinem Kugelbild darum, den VR-Panorama*-User am Computerbildschirm zu faszinieren und dazu zu ermuntern, mit der Maus in diesem Panorama auf Entdeckungstour zu gehen. So soll der Eindruck entstehen, dass man die Szene fast so sieht und selbst erfahren kann wie in Wirklichkeit vor Ort.  Weiterlesen

Die Anfänge der interaktiven Panoramafotografie: QuickTime VR

Die Geschichte der interaktiven Panoramafotografie als Computeranwendung beginnt 1994 mit der Einführung der QuickTime-VR-Technologie (QTVR) von Apple. Es handelte sich um eine Erweiterung des QuickTime Players, der wiederum eine Vielzahl von multimedialen Dateiformaten wiedergeben konnte. QTVR wurde innerhalb des QuickTime Players und Browser-Plug-Ins ebenso für Windows-Betriebssysteme angeboten. Die heutige Bedeutung als Panorama-Player ist jedoch nur noch historischer Art.  Weiterlesen

Projektionen in der Panoramafotografie

Damit der ganze Raum, der uns beim Fotografieren umgibt, abgebildet werden kann, bedient man sich eines geometrischen Hilfsmittels: der Projektion.

Als »Projektion« bezeichnet man in der Panoramafotografie eine Formateigenschaft, die beschreibt, mit welcher optisch-geometrischen Berechnung die reale dreidimensionale 360°-Szene auf eine zweidimensionale Bildebene abgebildet wird. Verschiedene Projektionsarten sind speziell für die Panoramafotografie von Bedeutung, auf die ich kurz eingehen möchte.  Weiterlesen

VR-Panoramafotografie

Unter VR-Panoramafotografie verstehe ich im Wesentlichen interaktive Kugelpanoramen (auch »sphärische Panoramen« genannt), die mittels eines speziellen Betrachtungsprogramms (»Viewer« oder »Player«) möglichst in Vollbilddarstellung, hochaufgelöst und zentralperspektivisch am Computer(-display), auf Leinwand projiziert oder in einer Datenbrille (Head Mounted Display, HMD) dargestellt werden (klicken Sie auch mal auf das Auge- oder Brillen-Symbol in der Navigationsleiste bei meinen Kugelpanoramen, wenn Sie mit Ihrem Smartphone browsen und eine Cardboard-VR-Brille oder eine Oculus Go zur Verfügung haben) . Hierbei wird versucht, die Betrachter möglichst weit in den virtuellen Raum hineinzuziehen und somit zu faszinieren. 3-D-Sound und stereoskopische Darstellungen sind dieser sog. Immersion weiter förderlich.  Weiterlesen