Virtuelle Tour durch das Regierungsviertel in Berlin

Virtuelle Tour mit mehr als 50 Kugelpanoramen durch das Berliner Regierungsviertel, u.a. mit Einblicken in den Plenarsaal des Deutschen Bundestags oder in die Bundestagsbibliothek | 2010-12

Virtuelle Tour mit mehr als 50 Kugelpanoramen durch das Berliner Regierungsviertel, u.a. mit Einblicken in den Plenarsaal des Deutschen Bundestags oder in die Bundestagsbibliothek | 2010-12


Regierungsviertel

Als Berliner Regierungsviertel bezeichnet man das Gebiet, in dem die wichtigsten Instutionen der Exekutive (Bundesregierung) sowie der Legislative (Deutscher Bundestag) ihren Hauptsitz haben. Im Kern des „politischen Zentrums“ der Hauptstadt liegen das Reichstagsgebäude, in dem der Deutsche Bundestag seinen Sitz hat, und das Band des Bundes im Spreebogen mit Bundeskanzleramt sowie den Abgeordnetenbüros und Sitzungssälen des Bundestages im Paul-Löbe-Haus und im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus.

Das Regierungsviertel liegt in den Berliner Ortsteilen Tiergarten und Mitte. Dem aktuell für parlamentarische und Regierungszwecke genutzten Territorium liegt keine einheitliche administrative oder geografische Abgrenzung zugrunde. Es erstreckt sich

im Westen bis zum Schloss Bellevue,
im Süden bis zur Zimmerstraße,
im Osten bis zur Fischerinsel,
im Norden bis zur Invalidenstraße, und
im Nordosten bis zur Friedrichstraße.

In diesem Gebiet – östlich und westlich der Wilhelmstraße – liegen die Mehrzahl aller Berliner Haupt- und Nebensitze der deutschen Bundesministerien, Bundesrat und Bundestag einschließlich der Abgeordnetenbüros und der Verwaltung, aber auch ausländische Botschaften, Medienbüros, Wirtschaftsverbände und andere Interessensvertretungen.

Das Regierungsviertel hat sich in dieser Form nach der Deutschen Wiedervereinigung zum Ende der 1990er Jahre herausgebildet. Ursprünglich war es vorgesehen, Parlaments- und Regierungsbauten vorwiegend in Neubauten in zwei Gebieten im Spreebogen nördlich des Reichstages sowie auf der Spreeinsel zu konzentrieren. Das Bundeskabinett hatte einen entsprechenden Standortbeschluss im Dezember 1992 gefasst; das Land Berlin wies im Juni 1993 in der Entwicklungsmaßnahme „Hauptstadt Berlin – Parlaments und Regierungsviertel“ zwei entsprechende Gebiete aus. Aus finanziellen Gründen konnte diese Planung nicht aufrechterhalten werden. Der Beschluss, die Kosten des Regierungsumzugs auf ein Volumen von 20 Milliarden DM zu begrenzen, machte es erforderlich, anstelle von Neubauten für die Regierungsbauten mehrheitlich auf den vorhandenen Baubestand zurückzugreifen. Das heutige Regierungsviertel knüpft damit geografisch und in der Nutzung des Gebäudebestands auch baulich an die Berliner Regierungsviertel sowohl der DDR als auch des Deutschen Reichs an.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Regierungsviertel (Berlin) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.